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Die Gemeinde (Gemeindebezirk) Piesbach Die Gemeinde Piesbach-Bettstadt war 1937 durch Beschlu8 des Gemeinderates in "Gemeinde Piesbach" umbenannt worden. Auf die Gemeinde kamen nach dem Zweiten Weltkrieg vielfältige Aufgaben zu. 1948/49: Beseitigung der Kriegsschäden an der Schule von 1914. 1950: Erneuerung der Ortsbeleuchtung. Sie war 1944 in allen Orten abgebaut und das Kupfermaterial für Rüstungszwecke verwendet worden, 1951: Erneuerung des Primssteges an der Bettstadter Mühle. An den Kosten beteiligten sich auch Bilsdorf und Körprich. 1952 bis 1954: Bau eines neuen Schulhauses an der Stelle der im Krieg zerstörten Schule von 1818. 1957/58: Errichtung eines Kindergartens. 1962: Einführung der Müllabfuhr. 1966: Der Gemeinderat gibt seine Zustimmung zur Errichtung einer Kiesgewinnungs- und Aufbereitungsanlage an der Prims durch die Firma Arweiler. 1969: Bau einer Leichenhalle. 1971/72: Bau der Verbindungsstraße Piesbach-Düppenweiler (Litermontstraf3e).
Am 18.5.1971 gab der Gemeinderat seine Zustimmung zur Bildung einer Einheitsgemeinde Nalbach in den Grenzen des bisherigen Bürgermeistereibezirkes (Amtsbezirks). Seit der kommunalen Gebietsreform vom 1.1.1974 ist Piesbach ein Gemeindebezirk (Ortsteil) dieser Einheitsgemeinde. 1978/79 wurde die Mehrzweckhalle (Kirchberghalle) an der Kirchenstraße gebaut. Auch in Piesbach ist nach dem Zweiten Weltkrieg das bäuerliche Element erheblich zugunsten eines Industriearheitertums geschwunden. Geblieben ist jedoch eine Vorliebe für den Obstanbau, der hier schon immer, begünstigt durch die nach Süden gerichtete Hanglage des Dorfes, intensiv betrieben wurde. Die Pfarrei Piesbach Piesbach-Bettstadt war bis 1921 eine Filiale der Mutterpfarrei Nalbach. Die Vorbereitungen für eine Trennung liefen 1920 an. Es gab zwar eine Kapelle aus dem 18. Jahrhundert. Sie stand zwischen Bachstraße und Litermontstraße an der Hauptstraße, wurde später als Wohnhaus verbaut und 1979 abgebrochen. Sie war jedoch zu klein und als Pfarrkirche ungeeignet. Deshalb er- warb der Kirchenbauverein, der schon vor dem Ersten Weltkrieg gegründet worden war, das nahegelegene Gasthaus Hartmann und richtete in dessen Erdgescho8 einen grö8eren Raum für die Me8feier ein. In dieser Notkirche fand am 14.1.1920 der erste Gottesdienst statt. Bis Ende 1920 wurden hier ei- ne Sonntagsmesse und zwei Werktagsmessen gehalten, ah 1.1.1921 zwei Sonntagsmessen monatlich. Über der Notkirche hatte man eine Wohnung für den zukünftigen Geistlichen eingerichtet. Als erster Seelsorger wurde Kaplan Bernhard Brand, bisher Kaplan in Nalbach, am 27.2.1921 in Piesbach eingeführt. Die bischöfliche Behörde erhob die Seelsorgestelle am 7.3.1922 zur Pfarrvikarie. Die Zivilgemeinde hatte 1921 einen Friedhof "auf dem Schank" angelegt. Bis dahin waren die Toten noch in Nalbach beerdigt worden.
Notkirche und Behelfswohnung waren keine Lösung auf Dauer. 1922 entschloß man sich zum Kirchenbau. Noch im Herbst des gleichen Jahres liefen die Erdarheiten für Kirche und Pfarrhaus an. Die Zivilgemeinde stellte die Bauplätze an zentraler Stelle (auf dem Schank) zwischen Piesbach und Bettstadt kostenlos zur Verfügung. Unter allseitiger Mitarbeit und großherziger Spendenbereitschaft der Bevölkerung waren beide Bauten 1924 vollendet und konnten am 31. August eingesegnet werden. Zwei Tage vorher war das Geläute, aus drei Glocken bestehend, im Turm aufgehängt worden’. Am 1. Oktober 1927 wurde Piesbach zur Pfarrei erhoben und Vikar Brand zum Pfarrer ernannt. Im Zweiten Weltkrieg erlitten Kirche und Pfarrhaus erhebliche Schäden durch Artilleriebeschu0. Die Pfarrgeistlichen von Piesbach: 1921 – 1935 Bernhard Brand; 1935 – 1972 Nikolaus Hein; 1972 – 1979 Piet Plouvier; 1979 – 1982 Leo Simon von der Pfarrei Nalbach als Pfarrverwalter; 1981 nahm der Regionaldekan der Region Saar-Hochwald, Herr Albert Andre, seinen Wohnsitz im Piesbacher Pfarrhaus. Im Oktober des gleichen Jahres übernahm er als zusätzliche Aufgabe auch die Verwaltung der Pfarrei Pieshach.
Siedlungs- und Bevölkerungsbewegung (in Klammern die Zahlen für Bettstadt)" 1522: Häuser 9 (4); 1623: Haushaltungen 21 (ca. 10-12); um 1765: Haushaltungen 31 (12); 1821: Häuser 47 (18); 1821: Haushaltungen 50 (20); 1821: Einwohner 270 (128); 1843: Einwohner 381 (148); Einwohnerzahlen (Piesbach und Bettstadt) 1867: 591; 1891: 824; 1905: 943; 1914: 1283; 193S: 1491; 1946: 1544; 1969: 2014; 1982: 2212; 1986: 2199. |
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Piesbach
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